Klimaprofessorin: Erderwärmung ist "planetarer Gesundheitsnotfall"

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Klimaprofessorin: Erderwärmung ist "planetarer Gesundheitsnotfall"

Deutschlands erste Professorin für Klimawandel und Gesundheit warnt vor einer steigenden Zahl von Todesfällen durch den Klimawandel. "Es sterben jetzt schon Menschen. Und die Folgen, die auf uns zukommen, sind noch viel gravierender", sagte die Epidemiologin Sabine Gabrysch den Tageszeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Gefährdet seien besonders ältere Menschen, kleine Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen. Gabrysch (43) hat an der Berliner Charité die bundesweit erste Professur für die Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit übernommen.

Sichtbare Folgen des Klimawandels sind laut Gabrysch Extremereignisse wie Waldbrände, Überschwemmungen und Hitze. "Aus meiner ärztlichen Perspektive haben wir hier einen Notfall, weil es eine lebensbedrohliche Situation ist", sagte die Medizinerin. Sie bezeichnete das Fortschreiten der Erderwärmung als "planetaren Gesundheitsnotfall, um den wir uns schnell kümmern müssen". Der Klimawandel verschärfe globale Probleme und könne zu einem "Multiorganversagen" führen. "Die Ozeane versauern durch das CO2 in der Atmosphäre und sind außerdem voller Plastikmüll, Tier- und Pflanzenarten sterben aus, Wälder werden abgeholzt", sagte Gabrysch.

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