UN-Expertin: 400.000 Syrer laufen Gefahr zu verhungern

UN-Expertin: 400.000 Syrer laufen Gefahr zu verhungern
Etwa 400.000 Bewohner von 15 belagerten Städten in Syrien sind nach Angaben einer UN-Menschenrechtsexpertin vom Hungertod bedroht.

Konfliktparteien aller Seiten behinderten bewusst den Zugang für humanitäre Helfer, um die belagerte Bevölkerung auszuhungern, sagte die UN-Sonderberichterstatterin für das Recht auf Nahrung, Hilal Elver, am Dienstag in Genf. Dabei handele es sich nach dem Völkerrecht um ein Kriegsverbrechen.

Elver begrüßte, dass Hilfstransporte für einzelne Städte wie Madaja zuletzt durchgelassen worden seien. Allerdings müsse der Zugang überall dauerhaft und ohne Behinderungen gewährt werden. Die UN, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und der syrische Rote Halbmond belieferten am Montag und Dienstag vier syrische Städte mit dringend benötigten Hilfsgütern, darunter Nahrungsmittel, Medikamente und Treibstoff.



In Fouaa und Kefraya mussten Helfer zwischenzeitlich umkehren, weil örtliche Milizen nicht für ihre Sicherheit garantieren konnten. Ein Sprecher des UN-Koordinierungsbüros für humanitäre Hilfe sprach von erheblichen Verzögerungen bei den Hilfslieferungen. Man werde sich aber weiter bemühen, alle Notleidenden zu versorgen.

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