Diakonie-Präsident fordert neues Aufnahmeprogramm für Syrer

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Diakonie-Präsident fordert neues Aufnahmeprogramm für Syrer
Angesichts der Katastrophe auf dem Mittelmeer fordert der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, ein neues Bundesprogramm zur Aufnahme syrischer Flüchtlinge.

"Viele Syrer, die Hälfte davon Kinder, warten in Transitstaaten unter zum Teil extrem schlechten Lebensbedingungen darauf, zu ihren Angehörigen nach Deutschland kommen zu können", sagte Lilie am Dienstag in Berlin. Nach dem erfolgreichen Programm der Bundesregierung im vergangenen Jahr müsse in diesem Jahr eine Neuauflage mit mindestens dem gleichen Umfang gestartet werden.

2014 kamen 20.000 syrische Flüchtlinge über ein solches Programm nach Deutschland. Den Angaben nach hatten etwa 78.000 Syrer einen Antrag gestellt.



Dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) zufolge ist das Bootsunglück vom Wochenende die bislang schlimmste Flüchtlingstragödie im Mittelmeer. Das UNHCR geht von mehr als 800 Toten aus. Unter den Passagieren seien Flüchtlinge aus Syrien, aber auch aus Eritrea, Somalia, Sierra Leone, Mali, Senegal, Gambia, der Elfenbeinküste und Äthiopien.

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