Käßmann will mehr interreligiöse Begegnungen

Käßmann will mehr interreligiöse Begegnungen
Auch nach den großen Gesten zu den Anschlägen in Paris will Margot Käßmann interreligiöse Kontakte weiter verstärken. Kirchen und Gemeindehäuser müssten für persönliche Gespräche offenstehen, sagte die evangelische Theologin.

Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat nach den verheerenden Terroranschlägen von Paris zu mehr interreligiösen Kontakten aufgerufen. Am wichtigsten erscheine ihr, Begegnungsräume zu schaffen, sagte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) der Berliner Wochenzeitung "Die Kirche" (Ausgabe vom 18. Januar). "Wo wir miteinander am Tisch sitzen, uns austauschen, Essen teilen, da haben Vorurteile, Gerüchte, Bilder voneinander keine Macht mehr."

Derzeit gebe es zu wenig Orte, an denen solche Begegnungen stattfänden, ergänzte die EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017. Sie rief dazu auf, auch nach den großen Gesten der zurückliegenden Tage Gastfreundschaft zu üben. Kirchen und Gemeindehäuser sollten dafür geöffnet und das persönliche Gespräch gesucht werden: "Wenn wir Gemeinschaft herstellen, wenn Vertrauen wächst in gegenseitigen Beziehungen, durch gemeinsame Mahlzeiten, Zeit die wir teilen, ist das eine langfristige Antwort auf die Aggressoren, die spalten wollen, statt unser Zusammenleben miteinander zu gestalten", sagte Käßmann.

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