Unierte Landeskirchen beraten über Verbindungsmodell und digitale Verkündigung

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Unierte Landeskirchen beraten über Verbindungsmodell und digitale Verkündigung
Vertreter der zwölf unierten Landeskirchen in Deutschland sind am Freitag in Dresden zu ihrer Jahrestagung zusammengetreten.

Im Mittelpunkt der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) stehen das sogenannte Verbindungsmodell sowie die Verkündigung des Glaubens im digitalen Zeitalter. Die UEK ist als Teil der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Gemeinschaft von Kirchen unierten, lutherischen und reformierten Bekenntnisses. Sie vertritt rund zwölf Millionen Gläubige. Die Vollkonferenz hat etwa 100 Mitglieder. Ihr Vorsitzender ist der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad.

Im Verbindungsmodell verzahnen EKD, UEK sowie die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) als weiterer konfessioneller Bund ihre Organe und Dienststellen, um Kräfte zu konzentrieren und Doppelstrukturen zu vermeiden. So tagen die Kirchenparlamente örtlich und zeitlich verbunden sowie personell verzahnt, alle drei Kirchenämter befinden sich inzwischen in Hannover. Der Prozess begann im Jahr 2007. Die UEK entscheidet am Samstag über eine Weiterentwicklung des Modells. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob die EKD selbst als Kirche zu betrachten ist.

Die Straffung soll zu einer stärkeren evangelischen Profilierung führen, ohne die Bekenntnisunterschiede zu verwischen. Die Vereinbarungen betreffen auch die Aufgabenverteilung in den Bereichen Theologie, Liturgie und Ökumene sowie Rechtsangleichungen wie bei den Pfarrdienstgesetzen. Schad legt dem UEK-Kirchenparlament zu Beginn der Konferenz einen Bericht zum Stand des Projekts vor.

Das Schwerpunktthema des UEK-Treffens lautet "Kommunikation des Evangeliums in der digitalisierten Gesellschaft." Den Hauptvortrag wollte am Nachmittag der an der Universität Halle-Wittenberg lehrende Theologe und Religionspädagoge Michael Domsgen halten. Die Frage, wie sich die christliche Botschaft im modernen Medienzeitalter vermitteln lässt, steht auch im Zentrum der am Sonntag beginnenden EKD-Synode.
 

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