Prominente starten Spendeninitiative für Syrien-Flüchtlinge

Prominente starten Spendeninitiative für Syrien-Flüchtlinge
Unter dem Motto "Wir helfen Flüchtlingen" haben mehr als 50 Prominente aus Kunst, Kultur und Medien am Donnerstag eine Spendeninitiative für irakische und syrische Flüchtlinge in der Türkei gestartet.

Es fehle in den Lagern auf türkischer Seite buchstäblich an allem. Deshalb sei es wichtig, vor Einbruch des Winters konkret zu helfen, sagte die Initiatorin des Spendenaufrufs, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, bei der Präsentation der Kampagne in Berlin.



Dabei lobte die Grünen-Politikerin die große Solidarität der türkischen Bevölkerung mit den mittlerweile rund 1,5 Millionen Flüchtlingen im Südosten der Türkei. Zugleich sprach sie sich dafür aus, die Aufnahme von syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen in Deutschland zu erleichtern. Dazu müsse etwa die Familienzusammenführung erleichtert werden, sagte Roth.

Koordiniert wird die Spendenaktion von der Deutschen Welthungerhilfe. Mit Blick auf die kalten Wintermonate mit bis zu minus 30 Grad Celsius in der Region sollen die Flüchtlingslager gezielt mit winterfesten Zelten, Öfen und Heizmaterial beliefert werden.

Ein Winterzelt kostet 630 Euro

Zu den Unterstützern von "Wir helfen Flüchtlingen" gehören unter anderem die Musiker Peter Maffay, Jan Delay und Nena, Die Toten Hosen, die Schauspielerin Katja Riemann, der Schriftsteller Navid Kermani sowie die Journalisten und Fernsehmoderatoren Dunja Hayali und Roger Willemsen.



Die Welthungerhilfe wird mit den Spenden Flüchtlingsunterkünfte in den türkischen Provinzen Diyabakir, Mardin, Batman und Sirnak unterstützen, hieß es. Vor Ort arbeitet die Organisation unter anderem mit dem Türkischen Roten Halbmond und mit den lokalen Behörden zusammen.

Die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, mahnte eine politische Lösung des Bürgerkriegs in Syrien an. Es bestehe die Gefahr, dass durch die Flüchtlingsströme auch die umliegenden Staaten destabilisiert werden. Umso dringender sei die Hilfe aus Deutschland.

Der Schauspieler Clemens Schick sagte als Unterstützer des Spendenaufrufs, bei aller Ohnmacht angesichts der politischen Lage in der Region könne jeder konkret helfen. Es gehe darum, Solidarität mit den Flüchtlingen in den Lagern zu leisten. So koste ein winterfestes Zelt für sechs Personen 630 Euro, Öfen für die Zelte 120 Euro und Heizmaterial für vier Monate 150 Euro.

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