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Bibel
Lieber Herr Muchlinsky,
am letzten Sonntag hatten wir im Gottesdienst 2 Lesungen vom Weinberg: das Gleichnis von den bösen Weingärtnern (Markus 12,1-12) und die Geschichte vom unfruchtbaren Weinberg (Jesaja 5,1-7). Das Gleichnis kannte ich, der Text bei Jesaja war mir nicht so geläufig. Trotz der sehr spannenden Predigt (die aber ganz andere thematische Wendungen nahm) ist mir v.a. der Text bei Jesaja fremd geblieben. Er klingt wie eine Warnung, dass Menschen, die sich nicht Gott zuwenden, dann auch von Gott im Stich gelassen werden. Das passt aber nicht so richtig in das Bild vom "lieben Gott", der sich den Menschen freundlich zuwendet, oder? Das Gleichnis verstehe ich dann wie eine Weitererzählung der Geschichte bei Jesaja, dass Gott sich immer wieder den Menschen zuwendet, wir aber nicht auf seine Boten bzw. Botschaften achten, sondern am Ende sogar Gottes Sohn getötet haben. Was bedeutet dann aber, "er wird kommen und die Weingärtner umbringen" und wie ist dann der Zusammenhang mit dem "Stein, den die Bauleute verworfen haben..."? Oder haben die Texte gar nichts miteinander zu tun? Einzeln genommen verstehe ich sie aber auch nicht...Es wäre sehr freundlich, wenn Sie etwas zu den Texten schreiben könnten. Ihre Erklärung darf auch gern kürzer sein als meine etwas umständliche Frage. Vielen Dank!