Von der revidierten Lutherbibel sind seit ihrer Veröffentlichung im Oktober 2016 rund 1,3 Millionen Exemplare verkauft worden. Die Fassung "Lutherbibel 2017" sei die maßgebliche Bibelübersetzung für den evangelischen Gottesdienst, teilt die Deutsche Bibelgesellschaft am Donnerstag in Stuttgart mit.
Die Überarbeitung war zum 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017 erschienen. Für viele evangelische Christen sei die neue Lutherbibel das bedeutendste Ereignis des Jubiläumsjahrs gewesen, sagt der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Christoph Rösel.
"Die Lutherbibel 2017 hat zahlreiche alte und neue Leser gewinnen können, das spricht für die Sprachgewalt Luthers, aber auch für die große Qualität der Revision." Die Lutherbibel habe deutsche Sprache und Kultur geprägt.
Auch digital ein Erfolg
Zu den Verkaufszahlen der gedruckten und digitalen Ausgaben kommen laut der Bibelgesellschaft zahlreiche Onlinezugriffe. Allein auf der Internetseite www.die-bibel.de seien Passagen aus der revidierten Lutherbibel im vergangenen Jahr 2,9 Millionen Mal aufgerufen worden. Der Text ist dort sowie über eine App kostenlos verfügbar.
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, zeigt sich erfreut, dass die Lutherbibel so viele Menschen erreicht. "Die Lutherbibel begleitet Menschen seit Generationen durchs Leben. Ihre Worte geben Orientierung und schenken Trost", sagt sie.
Die Revision war von der Bibelgesellschaft angeregt und von einer EKD-Kommission umgesetzt worden. Dabei wurden den Angaben zufolge aktuelle bibelwissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt, gleichzeitig aber Wert auf die vertraute Luthersprache und die Eignung für den Gottesdienstgebrauch gelegt.




