Die österlichsten Ostern aller Zeiten

Die österlichsten Ostern aller Zeiten
Ostern ist diesmal ganz anders – und das ist gut so.

Viele höre – oder besser: lese – ich in diesen Tagen, die sich bedauernd äußern: „Wie soll ich Ostern nur feiern ohne meine geliebte Osternacht/das gemeinsame Essen/das Ostereiersuchen im Park/den erhebenden Karfreitagsgottesdienst“ und so weiter. Ja, ich kann das verstehen. Auch mir geht es ja so, dass alles anders ist, alles ungewohnt, alles neu. Werde ich wirklich um 5 Uhr zur Video-Osternacht aufstehen? Oder reicht die auch noch um 10?

Traditionen sind uns wichtig geworden, Corona macht uns das wieder ganz neu klar. Aber vielleicht ist das auch ganz gut so. Denn Ostern – das ist ja eben gerade nicht „normal“. Ostern: Das war damals das absolute Ende des Bekannten. Das war ein ganz neuer Anfang. Etwas noch nie Dagewesenes. Wir dagegen, wir wissen doch schon am Karfreitag, dass dieser Jesus nicht für immer tot sein wird. Kaum eine Karfreitagspredigt, die ohne den Hinweis auf Ostern auskommen würde. Und die Ostergottesdienst-Videos sind schon lange im Kasten, bevor die Andachten zur Sterbestunde gesendet werden.

Für die Jünger von Jesus war es damals völlig anders. Und deshalb, glaube ich, ist es gut, dass Ostern auch völlig anders ist als all die liebgewordenen Traditionen. Deshalb ist es gut, dass wir neue Wege suchen müssen und sie auch gefunden haben, dieses Osterfest zu feiern. Ostern ist anders. Ostern ist neu.

Ganz egal, wie Sie es dieses Jahr feiern: Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest. Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Auch in Corona-Zeiten. Halleluja!

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