Mit der Feuerwehr in die Kirche

Mit der Feuerwehr in die Kirche
Bei einem Brand im Dachstuhl einer Kirche griff die Feuerwehr zu einer außergewöhnlichen Maßnahme …

Leider, leider: Auch Gotteshäuser sind vor Feuer nicht geschützt. Eher im Gegenteil, wenn man auf das Pfingstereignis zurückblickt, bei dem der Heilige Geist wie Feuer über die Jünger kam. (Apostelgeschichte 2)

Auch heute noch kommt es gelegentlich zu ziemlich feurigen Predigten – wahlweise zu Überlastungen des Stromnetzes anlässlich der weihnachtlichen kirchlichen Festbeleuchtung sowie damit verbundenen Schwelbränden, blöderweise irgendwo ganz oben unterm Dach, in zwölf Metern Höhe, auf die Schnelle unerreichbar für alle möglichen vorhandenen Leitern. Letzteres so geschehen am Abend des 1. Januars in der Regensburger Albertus-Magnus-Kirche, ganz ohne Zuhilfenahme des Heiligen Geistes.

Ein Baugerüst aufzustellen und ähnliche Aktionen waren angesichts der im wahrsten Sinne des Wortes brenzligen Situation zeitlich natürlich auch nicht machbar. Die Feuerwehr fackelte nicht lange – und fuhr kurzerhand mit einem kompletten Löschfahrzeug samt Drehleiter in die Kirche. Das war zwar reichlich knapp und echte Zentimeterarbeit– aber mit eingeklappten Spiegeln schaffte es ein geübter Feuerwehrkollege tatsächlich, den großen 16-Tonnen-LKW durch die Kirchentür direkt vor den Altar zu bugsieren. RÜCKWÄRTS! Beeindruckende Fotos, die die Berufsfeuerwehr Regensburg und Polizei Oberpfalz da von der Aktion auf ihren Facebook-Seiten gepostet hat. Respekt vor den Fahrkünsten des Fahrers – und vor der kreativen Idee, einfach mit der Feuerwehr in das zu löschende Gebäude reinzufahren!

Wir warten jetzt nur noch auf den Tag, an dem die kirchlichen Bauvorschriften für neu zu errichtende Kirchen derart abgeändert werden, dass die Größe der Türen auf die Löschfahhrzeuge der Feuerwehr abzustimmen sind. Bis dahin hoffen wir einfach mal, dass so was nicht mehr vorkommt, und bedanken uns bei allen 55 Helfern und überhaupt bei allen Feuerwehrmännern und -frauen, die nicht nur in Kirchen ihre Einparkkünste beweisen, sondern überall einen unersetzlichen Dienst leisten.

 

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