Koch

<p>Mit <strong>&Ouml;kumene </strong>wird die weltweite Gemeinschaft aller christlichen Kirchen bezeichnet. Das Wort stammt aus dem Griechischen und meinte urspr&uuml;nglich die ganze bewohnte Erde. Das Wort diente zur Bezeichnung des r&ouml;mischen Weltreiches. Nach den gro&szlig;en Spaltungen in die Ost- und Westkirche im Jahr 1054 sowie der protestantischen Reformation im 16. Jahrhundert versteht sich die &Ouml;kumene der Neuzeit als christliche Erneuerungsbewegung. Bereits im 19. Jahrhundert schlossen sich Kirchen einzelner Konfessionen auf Weltebene zusammen. Die moderne &Ouml;kumenebewegung fand ihren ersten Kristallisationspunkt 1910 im schottischen Edinburgh. Auf der dortigen Weltmissionskonferenz einigten sich die Kirchenvertreter auf die Hauptziele der &Ouml;kumene: die Suche nach der Einheit der Kirchen, die Verpflichtung zu Frieden und sozialer Gerechtigkeit sowie die Evangelisierung der Menschheit. In der Folge wurde 1921 der Internationale Missionsrat gegr&uuml;ndet. 1925 fand die erste Weltkonferenz f&uuml;r Praktisches Christentum (Life and Work) und 1927 die Weltkonferenz f&uuml;r Glaube und Kirchenverfassung (Faith and Order) statt. Diese Bewegungen m&uuml;ndeten in den 1948 gegr&uuml;ndeten &Ouml;kumenischen Rat der Kirchen mit Sitz in Genf. Bis heute steht der konziliare Prozess der Kirchen f&uuml;r Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Sch&ouml;pfung im Vordergrund der &ouml;kumenischen Arbeit. Hinzu kam zudem der Dialog mit anderen Religionen. Die r&ouml;misch-katholische Kirche ist nicht Mitglied im Weltkirchenrat, arbeitet jedoch bei einzelnen Programmen mit.</p>