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Mitgliedschaft
Hallo im Kreis!
Meine 13jährige Tochter hat mir mitgeteilt, dass man ab dem 14. Lebensjahr auch ohne Zustimmung der Eltern, sich vom Religionsunterricht abmelden kann.
Sie hat angekündigt, dass sie dies tun wird, damit wäre dann auch das Thema Konfirmationsunterricht gestorben.
Frage: Wurde die Relígionsmündigkeit extra auf 14 herabgesetzt, damit die Kinder sich frühzeitig vom Konfi-Unterricht abmelden können?
Meine Tochter hat gesagt, dass sich die meisten von der Klasse vom Religionsunterricht abmelden werden. Ich bin stinkesauer auf die Kirche, zumal die jungen Damen und Herren nicht mal einen Ersatzunterricht, wie z. B. Mathematik oder Deutschunterricht besuchen müssen.
Gelinde gesagt, ist es eine Bodenlosigkeit von der ev. Kirche, sich in meine Erziehungsangelegenheiten einzumischen! 13 Jahre lang habe ich mein Kind religiös erzogen und jetzt? Kaum Religionsmündig und in der Pubertät, tanzen die Kids einem auf der Nase rum und kündigen ihre Mitgliedschaft in der Kirche. Was denken sich die Kirchenvertreter eigentlich bei derartigen Vorgehensweisen?
Ich kann nur noch die Stirn runzeln und den Kopf schütteln!
Ich schmeiß bald den ganzen Kirchenbettel ebenfalls hin, wenn keine plausible Erklärung folgt.
Eine Mutter mit pubertierendem Kind
Hallo, lieber Herr Muchlinsky,
meine Tanten und Onkels sind nun alle ins Rentenalter gekommen nach einem arbeitsreichen Facharbeiterleben und reisen nun ausgiebig in der Welt herum, mit dem Flugzeug, dem Kreuzfahrtschiff, dem Auto oder mit Busgesellschaften. Es geht allen sehr gut. Ich möchte sagen: Geld ist bei allen reichlich vorhanden.
Traurig bin ich, dass alle meine Verwandten mit dem Ausscheiden aus dem Berufsleben nun ganz selbstverständlich und automatisch auch aus der Kirche ausgegliedert werden, denn die Kirchensteuer wird automatisch vom Gehalt/Lohn entrichtet, aber nicht von der Rente. Dabei möchten alle gerne Mitglied der Kirche bleiben, aber wie soll das gehen???
Nun sind meine Verwandten nur noch allgemeine Gemeinde "Glieder". Zwischenzeitlich gibt es zwar den "freiwilligen" Gemeindebeitrag für die örtliche Kirchen-Gemeinde, aber diese freiwillige Spende ändert nichts daran, dass die Mitgliedschaft erloschen ist.
Ich persönlich war jetzt einige Zeit arbeitslos. Zu meiner großen Verwirrung musste ich feststellen, dass ich in dieser Zeit gar kein Kirchenmitglied war, obwohl die Berechnung des Arbeitslosengeldes "rein rechnerisch" die gewöhnlich anfallenden Abzüge pauschal abgezogen wurden. Zu diesen „gewöhnlich anfallenden Abzügen“, wie den Sozialversicherungs-, Renten- und Krankenkassenbeiträgen, gehört auch die Kirchensteuer. Durch diese "rein rechnerische" und "schriftlich" aufgelistete Berücksichtigung der Kirchensteuer - die entsprechende Summe wird ja nicht an die Kirche weitergeleitet - kommt die Bundesanstalt für Arbeit/Jobcenter zu erheblichen Ersparnissen, die Kirche aber nicht zu Einnahmen.
Ich bin platt. Ich fühle mich regelrecht verarsc...t !
Tatsache ist: Kein einziger Arbeitsloser zahlt in irgendeiner Form Kirchensteuer, obwohl das "schwarz auf weiß" auf dem Papier des Arbeitsamtes/Jobcenter geschrieben steht.
Meiner Meinung nach ist dieses Vorgehen die pure Volksverdummung und Betrug als auch Vortäuschung falscher Tatsachen. Bei 5 Millionen Arbeitslosen läppert sich das Kleingeld. Wie viele Rentner gibt`s derzeit? Schätze mal so ungefähr 20.412.217 Rentner. Ich sollte eine aktuelle Statistik befragen, wie viele davon nun Mitglied der Kirche waren und die Kündigung erhalten haben.
Mal `ne ganz dumme Frage:
Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen oder fragen soll. 
 
Was hat es für Folgen für einen aus evangelischer Sicht, wenn man aus der evangelischen Kirche austreten will, außer dass man nicht mehr kirchlich heiraten kann, nicht Pate werden, etc.?
Mein Sohn fragt mich das immer. Er glaubt daran, dass Jesus für seine Sünden gestorben ist. Er fühlt sich aber in der der ev. Kirche nicht wohl, da sie ihm zu politisch ist. Es wird seiner Meinung nach meistens, sogar in den Predigten, über den Klimawandel und Frauenprobleme gepredigt. Außerdem spürt man in unserer Gemeinde keine Gemeinschaft, so wie sie im Neuen Testament beschrieben wird.
Man kann doch auch ohne Kirche an Gott glauben, oder?
Hallo Herr Muchlinsky
Ich bin 50 Jahre alt, verheiratet, 2 Kinder, Hausmann und 1967 evangelisch getauft. 1985 bin ich wegen schlechter Erfahrungen mit unseren Schulpastoren aus der Kirche ausgetreten. Seltsam, denn seither beschäftigt mich der Glaube mehr als zuvor. Leider ist meine Ehefrau von der Kirche allgemein sehr enttäuscht, so dass ein Wiedereintritt in die Kirchengemeinde für sie ein absolutes No Go ist. Da ich bei uns vor über 10 Jahren den Part als (unbezahlter) Hausmann übernommen habe, habe ich selbst nun kein Verdienst. Meine Frau ist selbständig und verdient dagegen sehr gut. Nun meine Frage: Ich würde sehr gerne wieder in die Kirchengemeinde eintreten. Allerdings stoße ich da bei meiner Frau (die meines Wissens dann ja meine Kirchensteuer begleichen muss) auf ziemlichen Widerstand und Unverständnis. Auf der einen Seite verstehe ich voll und ganz ihr Handeln und ihren Ärger, da sie mit der hiesigen (katholischen) Kirche wirklich sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat und seit nun mehr über 20 Jahren sich gegenüber JEDER Religion verschlossen hat. Dies möchte ich natürlich akzeptieren und sie nicht gegen ihren Willen missionieren. Doch was bleibt mir dann für eine Möglichkeit? Ist es für mich möglich, einen Kirchen(wieder)eintritt auch OHNE meine Frau zu tätigen? Und wenn nicht, bleibt mir dann deswegen die Kirchengemeinde verschlossen? Wissen Sie....das doofe Geld ist bei uns ein großes Thema. Und wenn es eine Möglichkeit gäbe, einen bestimmten Betrag als sozusagen Kirchensteuer-Ersatz als monatliche Spende in jener Höhe zu tätigen, wäre das für mich eine Lösung!
Liebe Grüße
Ralf Brehm