Glaube und Theologie

Wissenschaft, Überlieferung, Auslegung, Diskussion, Bibel und zentrale Texte - nur einige Facetten der Theologie.
Grüß Gott!

Ich bin eine römisch-katholische Christin, habe in meiner Heimatgemeinde meine Erstkommunion und meine Firmung gefeiert und bin auch sonst in meiner Gemeinde recht engagiert. Meine Eltern sind beide sehr fest in ihrem (katholischen) Glauben verankert, weshalb ich auch sehr katholisch aufgewachsen bin (und das nehme ich meinen Eltern auf keinen Fall übel!).

Lange Zeit war es für mich selbstverständlich Katholikin zu sein, aber in letzter Zeit habe ich mich viel mit meinem Glauben und mit dem, was ich glaube auseinandergesetzt und habe mich dabei bewusst für Jesus Christus entschieden.

Allerdings glaube ich dabei den evangelischen Ideen mehr zustimmen zu können, v.a. was das Verständnis des Abendmahls, die Stellung des Pfarrers (dass der Pfarrer sozusagen auch ein ‚normales‘ Gemeindemitglied ist) und die Bedeutung der Bibel angeht.

Ich finde es jedoch eine sehr schwierige Entscheidung, gerade weil ich wie schon gesagt in der recht ritualreichen katholischen Kirche aufgewachsen bin und diese Rituale sehr wichtig für mich geworden sind (auch wenn man bei dieser Entscheidung wahrscheinlich eher nach dem ‚Glaubensinhalt‘ gehen sollte). Zudem habe ich Angst meine Eltern dadurch zu enttäuschen/traurig (auch wenn sie gesagt haben, wenn ich meine das sei das richtige für mich würden sie mich dabei unterstützen).

Meine Frage dazu wäre: Gibt es irgendwie eine Möglichkeit einen Glaubenskurs o.ä. zu besuchen? Oder auch eine andere Möglichkeit um sich genauer mit den Grundlagen/Aussagen des evangelischen Glaubens zu beschäftigen. Ich finde nämlich man kann nicht ‚einfach so‘ seinen Glauben wechseln, sondern das bedarf doch genauer Information/Überlegung.

Vielen Dank schon im Voraus
Ich habe Angst davor, Gott oder den Heiligen Geist versehentlich in meinen Gedanken zu beleidigen. Ich hatte diese Angst schon einmal in meiner Kindheit, später war sie dann fort. Seit einiger Zeit ist sie jedoch wieder da. Es fing damit an, dass mir durch die Gedanken huschte, dass es Gott nicht geben kann. Ich war erschrocken darüber, dass ich das gedacht habe und habe natürlich sofort mir selbst mehrfach bestätigt, dass es Gott auf jeden Fall geben muss. Dies geschieht nun immer häufiger und seit dem Tod eines Familienmitgliedes hat sich diese Angst enorm verstärkt. Mir huschen lästerliche Gedanken durch den Kopf, obwohl ich sie nicht denken möchte. Gedanken darüber, dass ich Gott jetzt beleidigen könnte, einfach nur weil mir versehentlich durch den Kopf ekelhafte Beleidigungen gegen Gott huschen, gerade weil ich mich darauf konzentriere, das nicht denken zu wollen. Oder wenn ich negative Dinge über den Heiligen Geist denke, unaussprechliche Beleidigungen, die ich gar nicht denken will, aber gerade weil ich zwanghaft versuche, sie nicht zu denken, werden diese Gedanken immer stärker. In der Bibel steht, eine Lästerung des Heiligen Geistes wird nicht vergeben, aber ich habe bereits gelästert, in Gedanken, obwohl ich es nicht wollte. Inzwischen ist es soweit, dass ich Angst habe, durch einen falschen Gedanken meine Seele an den Teufel zu verlieren, weil mir versehentlich der Gedanke durch den Verstand kommt, dass der Teufel meine Seele bekommt, wenn ich im Gegenzug z.B. irgendein Problem lösen kann. Dann sage ich mir mehrfach, dass meine Seele nur Gott gehört, aber dann kommen wieder die falschen Gedanken in mir hoch. Ich weiß nicht, was ich tun soll? Wird mich auch eine versehentliche Lästerung, auch wenn sie nur in Gedanken geschah, verdammen? Kann ich versehentlich in Gedanken einen Pakt mit dem Teufel schließen, durch den ich meine Seele verliere? Kann ich versehentlich andere verdammen, indem ich schlecht über sie denke? Ich will das nicht.

Womöglich klingen meine Ängste und Fragen für sie lächerlich oder übertrieben, aber es beschäftigt mich sehr und es kostet mich große Überwindung, das hier überhaupt zu schreiben.