Demonstrationen gegen Heß-Gedenken

Demonstrationen gegen Heß-Gedenken

Das Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin hat für Samstag am Alexanderplatz zu einer Kundgebung gegen Rechtsextremisten aufgerufen. Die Demonstration an der Weltzeituhr steht unter dem Motto "Verantwortung für die Vergangenheit übernehmen - für Gegenwart und Zukunft", heißt es auf der Internetseite des Bündnisses. Anlass ist der Todestag des Kriegsverbrechers und ehemaligen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß, der sich am 17. August 1987 im Gefängnis Berlin-Spandau das Leben nahm. Neonazis versuchen seit Jahren, an diesem Tag Kundgebungen abzuhalten.

Gegen die Verharmlosung der NS-Zeit und des Rechtsextremismus sind am Freitag und Samstag auch weitere Kundgebungen und Demonstrationen geplant, wie die Polizei bestätigte. Es gehe um die Bewahrung und den Schutz einer offenen und demokratischen Gesellschaft, heißt es in dem Aufruf zu der Kundgebung des Bündnisses weiter: "Die deutsche Geschichte ist uns Mahnung zum Handeln: die Gräuel der nationalsozialistischen Diktatur dürfen sich nicht wiederholen."

Das Bündnis wird von zahlreichen Organisationen getragen, darunter der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Landessportbund Berlin, die beiden großen Kirchen, das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus Berlin (JFDA) und der Zentralrat der Muslime. Redner auf der Kundgebung sind unter anderem die JFDA-Vorsitzende Lala Süsskind und der evangelische Bischof Markus Dröge.

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