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Kopfschmerzen
Männer haben keine Migräne. Oder doch?
chrismon: Migräne gilt als Frauenkrankheit. Warum eigentlich?
Bettina Frank: Frauen haben zwei- bis dreimal so häufig Migräne wie Männer. Aber das sind immer noch Millionen! Migräne gilt also zu Unrecht als Frauenkrankheit.
Wie viele sind es denn genau?
Schwer zu sagen, weil Männer insgesamt seltener zum Arzt gehen, und schon gar nicht, wenn sie Kopfschmerzen haben. Mit Rücken oder Knie gehen sie eher zum Arzt – das lässt sich mit ihrem Männerbild vereinbaren. Aber mit Kopfweh? Da schämen sie sich, kommen sich schwach vor. Hinzu kommt, dass sich Migräne bei Männern auch körperlich anders darstellt.
Wie denn?
Männer haben nicht so oft diese hohe Licht- und Lärmüberempfindlichkeit, davor scheint sie das Testosteron zu schützen. Auch Gerüche nehmen sie selten so überdeutlich wahr wie Frauen. Deshalb bekommen sie manchmal erst sehr spät die Diagnose Migräne. Sie denken dann eher, dass es sich um einen normalen Spannungskopfschmerz handelt. Also gibt es vermutlich zu wenige Migränediagnosen bei Männern.
Warum schämen sich Männer, zu ihrer Migräne zu stehen?



