Milena Schilling für chrismon
Krankenschwester arbeitet jetzt ehrenamtlich im Hospiz
Mehr Zeit für Sterbende
Heidi Kessner (Jahrgang 1953):
Dass ich Krankenschwester werden wollte, wusste ich früh. Mit zehn Jahren hatte ich mir beim Schlittschuhlaufen das Bein gebrochen und lag in einem Achtbettzimmer voller kichernder Mädchen, herrlich. Die Krankenschwestern waren so nett zu uns. Ich ging auf eine katholische Schule und sonntags gerne in die Messe, Nächstenliebe war immer wichtig für mich. Und da ich ein behütetes Kind war und nicht mal wusste, wie man Geld abhebt, lag eine Ausbildung im örtlichen Krankenhaus nahe. "Eure Aufgabe ist das Dienen" wurde uns beigebracht: Der Patient stehe immer im Mittelpunkt. Die Arbeitszeiten waren härter als heute, ich hatte Schichten von 6 bis 12 und von 16 bis 19 Uhr. Aber ich liebte es!


