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Orthodoxe Kirche in Afrika
Harmlose Mission oder Strategie des Kreml?
Die Russisch-Orthodoxe Kirche (ROK) zieht in Afrika orthodoxe Gemeinden auf ihre Seite und stößt damit die Alexandrinisch-Orthodoxe Kirche vor den Kopf, die bisher zuständig war für die Orthodoxie in Afrika. Bislang sind 270 Priester und 350 Gemeinden in 34 afrikanischen Ländern dem Angebot der ROK gefolgt.
In westlichen Medien wird vermutet, dass die ROK, die für ihre Nähe zu Wladimir Putin bekannt ist, damit einer größeren Afrika-Strategie des Kremls folgt. Russland wolle sich als "das große Land mit dem Afrika-freundlichen Gesicht" präsentieren und seinen Einfluss auf dem Kontinent über die religiöse und kulturelle Schiene stärken. Die ROK tut das als Verschwörungstheorie ab und spricht von einer normalen missionarischen Expansion in andere Weltregionen.

