Kirchen stellen gemeinsames Sozialpapier bei Kongress zur Diskussion

Kirchen stellen gemeinsames Sozialpapier bei Kongress zur Diskussion
Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kirchen diskutieren am Mittwoch über die aktuelle Sozialinitiative der beiden großen Kirchen. In der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin werden unter anderen Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), der bayerische evangelische Bischof Heinrich Bedford-Strohm und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, erwartet.

Die Kirchen wollen damit zur gesellschaftlichen Debatte über Gerechtigkeit in Wirtschaft und Sozialsystemen beitragen. In dem im Februar veröffentlichten Papier fordern die evangelische und katholische Kirche Konsequenzen aus der Finanzmarktkrise und der Globalisierung. Sie weisen darauf hin, dass Wirtschaftswachstum und das Kapital allgemein eine dienende Funktion hätten. Mit dem im Februar veröffentlichten Papier "Gemeinsame Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft" knüpfen die Kirchen an das evangelisch-katholische Sozialwort von 1997 an.

Bei dem Kongress soll die bisherige Aufnahme des Papiers in der Kirche und in der Gesellschaft beleuchtet werden. Auch Themen wie Finanzmarktregulierung und eine ökologisch-soziale Marktwirtschaft stehen auf der Tagesordnung.

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