EKD erfreut über Einlenken Erdogans im Streit um Kloster Mor Gabriel

EKD erfreut über Einlenken Erdogans im Streit um Kloster Mor Gabriel
Die Evangelische Kirche in Deutschland wertet das Einlenken der türkischen Regierung im Streit um Ländereien des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel als "klares Signal zum Schutz der Rechte religiöser Minderheiten".

Wie EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte in einem auf Donnerstag datierten Brief an die Führung der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland schreibt, ist damit die wirtschaftliche Bedrohung des ehrwürdigen geistlichen Zentrums der syrisch-orthodoxen Christen in der Türkei abgewendet.

Am Montag hatte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bei der Vorstellung eines Reformpaktes angekündigt, das Kloster Mor Gabriel im Südosten der Türkei werde Ländereien zurückerhalten. Zu den Eigentumsansprüche des 1.600 Jahre alten Klosters an Ländereien in seiner Umgebung gab es in der Vergangenheit mehrfach Prozesse. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte sich wiederholt für die Ansprüche der orthodoxen Kirche eingesetzt.

Die Syrisch-Orthodoxe Erzdiözese in Deutschland wertete Erdogans Ankündigung als "längst überfälliges Signal, dem weitere Schritte hin zur vollen Religionsfreiheit für alle christlichen Minderheiten folgen sollten". "Nach der Entscheidung erwarten wir nun, dass das Kloster wieder ohne Störungen geistiges Zentrum unserer Kirche sein kann", heißt es in einer am Mittwoch in Warburg verbreiteten Erklärung.

Meldungen

Top Meldung
Abendmahl zu Hause ist unchristlich
Der evangelische Mainzer Theologie-Professor Kristian Fechtner rät Kirchengemeinden davon ab, während der Coronavirus-Pandemie Online-Abendmahlsfeiern anzubieten. Seine Begründung dafür, gibt's hier.