Eucharistischer Kongress mit Gottesdienst beendet

Eucharistischer Kongress mit Gottesdienst beendet
Mit einem feierlichen Gottesdienst ist am Sonntag in Köln der Eucharistische Kongress der katholischen Kirche in Deutschland zu Ende gegangen.

An dem Pontifikalamt im RheinEnergieStadion nahmen mehrere Tausend Gläubige teil. Die Messe unter Leitung des Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, wurde live im ZDF übertragen.

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Erzbischof Zollitsch dankte den Gläubigen für ihr öffentliches Zeugnis während des Kongresses und sprach von einem "großartigen Fest des Glaubens". Zollitsch ging auch auf die kritische Situation durch die Hochwasserkatastrophe in Teilen Deutschlands ein: "Christus begleitet uns nicht nur in den frohen Stunden, er ist auch bei uns, wenn Sorgen uns bedrängen." Er bekundete Solidarität mit den von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen und mit den Rettungskräften und Helfern.

In seiner Predigt unterstrich der Kölner Kardinal Joachim Meisner die Bedeutung der Eucharistie, die immer auch ein Fest des Menschen sei. Deutschland sei trotz allem nicht gottverlassen. "Deutschland ist durch die heilige Eucharistie ein gottverbundenes Land", sagte der Erzbischof.

"Die Herzmitte dieser Kirche ist der eucharistische Herr"

Es gebe keinen leiblosen Christus und folglich keinen weltlosen Gott und keine gottlose Welt. Wer im privaten und im gesellschaftlichen Leben Gott ausklammere, verfehle den Sinn des Lebens, sagte Meisner. Er mahnte, die Kirche sei "kein frommer Zweckverband zur Durchsetzung religiöser Interessen", sondern die Kirche sei der Leib Christi. "Und die Herzmitte dieser Kirche ist der eucharistische Herr", fügte der Kardinal hinzu.

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Während der Abschlussmesse, die unter einem bedecktem Himmel stattfand, verlas Kurienkardinal Paul Josef Cordes eine Botschaft von Papst Franziskus an die Teilnehmer des Katholikentreffens. Darin ruft der Papst dazu auf, die Heilige Messe nicht zu flacher Routine werden zu lassen. Bischöfe, Priester, Diakone, Ordensleute und Laien hätten den Auftrag, Gott zur Welt und die Welt zu Gott zu bringen. Bei den Fürbitten im Abschlussgottesdienst wirkte auch die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) mit.

Das fünftägige Glaubenstreffen unter dem biblischen Leitwort "Herr, zu wem sollen wir gehen" wollte nach dem Willen der Veranstalter "zentrale Glaubensinhalte" wieder ins Bewusstsein rufen. Dazu gab es seit Mittwoch in Köln nahezu 800 Veranstaltungen: Gottesdienste, Katechesen, Gebete, Kirchenmusik, Vorträge, Workshops und ein breites Kulturprogramm mit Ausstellungen, Konzerten und Lesungen.