Niedersachsen will Roma-Abschiebung rückgängig machen

Niedersachsen will Roma-Abschiebung rückgängig machen
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) will eine durch Abschiebung getrennte Flüchtlingsfamilie wieder zusammenführen.

Pistorius hat das Auswärtige Amt in Berlin gebeten, Visa für die Mutter einer Roma-Familie und ihre 7 und 13 Jahre alten Söhne auszustellen. Ihnen solle eine zügige Rückkehr nach Deutschland ermöglicht werden, sagte der niedersächsische Innenminister am Montag.

Die drei Roma waren am letzten Februarwochenende in der Nacht abgeholt und ins Kosovo abgeschoben worden. Der Vater und ein dritter 16-jähriger Sohn blieben im Landkreis Lüchow-Dannenberg zurück, wo die Familie seit 16 Jahren lebt. "Es liegt nun am Auswärtigen Amt, ob es den Visa zustimmt", sagte der Innenminister.

Der Fall der Roma-Familie O. hatte kurz nach dem Regierungswechsel in Niedersachsen im Februar für Kritik am neuen Innenminister gesorgt. Er hatte eine andere Asylpolitik angekündigt. Familien sollten möglichst durch Abschiebungen nicht getrennt werden. Unterstützer der Familie O. betonten, die Familie sei in Deutschland integriert gewesen. Die Mutter habe gearbeitet, die Kinder seien zur Schule gegangen.

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