Vatikanbank erhält offenbar bald einen neuen Präsidenten

Vatikanbank erhält offenbar bald einen neuen Präsidenten
Vatikanbank erhält offenbar bald einen neuen Präsidenten
Die Vatikanbank IOR erhält offenbar in den nächsten Tagen einen neuen Präsidenten. Nach Angaben des Vatikansprechers Federico Lombardi vom Donnerstag tritt die für das "Institut für religiöse Werke" zuständige Kardinalskommission voraussichtlich noch vor Montag zusammen.

Ermittlungen wegen des Verdachts auf Geldwäsche durch die Vatikanbank hatten im ergangenen Jahr international für Aufsehen gesorgt. Ettore Gotti Tedeschi, der bisherige Präsident des Geldinstituts, war 2012 entlassen worden. Der italienische Ökonom habe trotz wiederholter Mahnungen "bestimmte Aufgaben von vordringlicher Wichtigkeit" nicht ausgeführt, hieß es zur Begründung.

In den vergangenen Tagen hatte Lombardi eine Neubesetzung des Amts noch vor dem Ende des Pontifikats von Benedikt XVI. am 28. Februar in Aussicht gestellt. Lombardi wies nun Spekulationen zurück, nach denen bereits eine Entscheidung in dieser Angelegenheit getroffen sei.

Das Datum für das Konklave, das einen Nachfolger für Benedikt XVI. wählt, wird nach den Worten des Vatikansprechers erst nach dem Ende des Pontifikats feststehen. An der Wahl des neuen Papstes werde auch Kardinal Walter Kasper teilnehmen, weil er am Ende des Pontifikats noch nicht die Altersgrenze von achtzig Jahren überschritten haben wird.

Offen ist nach Lombardis Worten überdies weiterhin die Frage nach dem Titel, den Benedikt nach dem Ende seines Pontifikats tragen wird. Demnach suchen Experten im Vatikan nach einer Lösung für diese Frage. In jedem Fall werde er seinen Namen Benedikt XVI. behalten. Fraglich sei, ob er weiter als "Heiliger Vater" anzusprechen sei. Benedikt werde weiter den Rang eines Bischofs bekleiden, da es sich dabei um ein Weihe-Amt handle wie beim Priestertum. Ob er auch die Kardinalswürde behält, werde derzeit untersucht. Die Kardinalserhebung ist nicht mit einer Weihe verbunden.

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