Bremen (epd). Viele Adventskalender enthalten Alkohol, ohne dass dies auf der Vorderseite der Verpackung deutlich gemacht wird. Auch Produkte mit bunten oder kindgerechten Motiven seien betroffen, kritisierte die Verbraucherzentrale Bremen am Mittwoch. Bei einer Nachuntersuchung von 29 bereits im Vorjahr beanstandeten Kalendern hätten die Prüfer nur vereinzelte Verbesserungen festgestellt. Insgesamt bleibe die Kennzeichnung für Kundinnen und Kunden unübersichtlich.
Von den 29 überprüften Produkten seien zwei mittlerweile nicht mehr im Handel, hieß es. Lediglich ein einziger Adventskalender weise inzwischen auf der Vorderseite auf enthaltenen Alkohol hin. Bei zwei Produkten böten Hersteller mittlerweile je eine Variante mit und eine ohne Alkohol an. Während bei den alkoholfreien Kalendern die Schauseite klar gekennzeichnet sei, fehle ein solcher Hinweis bei den alkoholhaltigen Ausgaben weiterhin, rügte die Verbraucherzentrale.
Zutatenliste im Geschäft prüfen
„Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich nicht allein auf die Gestaltung der Verpackung verlassen“, sagte Sonja Pannenbecker, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen. Auch Kalender mit verspielten Motiven könnten alkoholhaltige Pralinen enthalten. „Wer sichergehen möchte, sollte immer die Zutatenliste prüfen“, riet die Expertin. Entsprechende Hinweise fänden sich meist erst auf der Rückseite in der Zutatenliste oder in der Pralinenübersicht.




