Bonn (epd). Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) probt diese Woche den Einsatz in einer Hitze-Notlage. Von Mittwoch bis Freitag testen fast 180 Organisationen mit der nationalen Übung LÜKEX26 ihr Krisenmanagement, wie das Bundesamt am Montag in Bonn erklärte. Die Erkenntnisse sollen dabei helfen, Krisenreaktionen weiterzuentwickeln und die Vorsorge auch für andere komplexe Schadenslagen zu verbessern. Erste Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sollen im ersten Quartal 2027 veröffentlicht werden, gefolgt von einem ausführlicheren Bericht im dritten Quartal.
Im Szenario für die diesjährige Übung hat Deutschland schon fünf Dürrejahre und dadurch massive Auswirkungen auf Menschen, Natur und Wirtschaft erlebt, wie das BBK erklärte. Eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad verschärfe die Situation. Die übenden Krisenstäbe müssten gemeinsam entscheiden, welche strategischen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen sind. Wegen der Auswirkungen auf die Bevölkerung sei auch die Krisenkommunikation ein wichtiger Teil der Übung.
Größte nationale Übung für Krisenmanagement
Es ist laut Bundesamt die größte nationale Krisenmanagementübung bisher, in der Bund und Länder gemeinsam das strategische Krisenmanagement über Ebenen, Ressorts und Länder hinweg testen. Es beteiligen sich etwa die zehn Bundesländer Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit über 60 Ministerien auf Landesebene. Auch fast 20 Bundesbehörden und weitere 80 Organisationen aus Bund, Ländern, Hilfsorganisationen, Verbänden und Kritischen Infrastrukturen seien eingebunden. Die Vorbereitungen liefen bereits seit November 2024.
Die länder- und ressortübergreifende Krisenmanagementübung/Exercise (LÜKEX) wird bereits seit über 20 Jahren vom BBK koordiniert. Im kommenden Jahr soll das Thema der Zivilen Verteidigung in den Fokus genommen werden.




