Bericht: Mehr Abschiebungen von Berliner Flughafen

Bericht: Mehr Abschiebungen von Berliner Flughafen
Der BER spielt bei Abschiebungen aus Deutschland eine zentrale Rolle. Begleitet werden die Menschen bis zur Flugzeugtreppe von Beobachtern.

Berlin (epd). Die Zahl der Abschiebungen ausreisepflichtiger Menschen vom Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) ist einem Bericht zufolge im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Wie das Forum Abschiebungsbeobachtung Berlin-Brandenburg (FABB) am Montag mitteilte, stieg die Zahl der „rückgeführten Personen“ gegenüber dem Vorjahr um 15,3 Prozent auf 2.591. Bundesweit lag der Anstieg 2025 bei 13,5 Prozent, heißt es in dem Jahresbericht 2025 der Abschiebebeobachter.

Damit bleibe der BER einer der Flughäfen mit den meisten Abschiebungen bundesweit. Im Berichtszeitraum seien 28 von 37 Sammelabschiebungen und 96 Einzelmaßnahmen beobachtet und dokumentiert worden. Hauptrückführungsziele bei Sammelabschiebungen waren demnach Moldau, Georgien und Serbien.

Praxis führt zu Debatten

Zentrale Diskussionsthemen im Forum waren den Angaben zufolge unter anderem die Abholung von Familien mit Kindern zur Nachtzeit, Festnahmen von ausreisepflichtigen Personen bei Behördenterminen, Abschiebungen von gesundheitlich Beeinträchtigten sowie Kontaktmöglichkeiten zum Rechtsbeistand und Zwangsmaßnahmen.

Der Bericht gebe Einblicke in die Praxis des Abschiebungsvollzugs, hieß es weiter. Im FABB sind neben der Bundespolizei, den zuständigen Behörden auch Vertreter beider großen Kirchen, von Wohlfahrtsverbänden und andere Nichtregierungsorganisationen wie Unicef, Amnesty und Pro Asyl vertreten.