Nibelungen-Festspiele führen Theaterprojekt über zwei Jahre auf

Nibelungen-Festspiele führen Theaterprojekt über zwei Jahre auf
Zum 25-jährigen Bestehen präsentieren die Nibelungen-Festspiele in Worms 2027 erstmals ein Theaterprojekt in Fortsetzung: Das neue Stück soll über zwei Jahre hinweg aufgeführt werden.

Worms (epd). Die Nibelungen-Festspiele präsentieren ihr neues Stück „Festung Mensch - Der Vasall“ von Ferdinand Schmalz erstmals als Zweiteiler in zwei Spielzeiten, 2027 und 2028. Das Stück unter der Regie von Roger Vontobel wird nächstes Jahr vom 9. bis 25. Juli auf einer Freilichtbühne vor dem Wormser Dom aufgeführt, wie die Festspiele am Freitag in Worms mitteilten. Das 25-Jahr-Jubiläum 2027 werde zudem begleitet von einem Festakt mit Gala und einer Sonderausstellung im Museum der Stadt Worms im Andreasstift.

Schmalz und Vontobel führten gemeinsam bereits 2022 bei den Nibelungen-Festspielen das Stück „hildensaga. ein königinnendrama“ auf. Für Vontobel ist es die vierte Regiearbeit in Worms, zuletzt bei „Der Diplomat“ (2024). In dem neuen Zweiteiler schlagen Schmalz und Vontobel „einmal den großen Bogen vom mythologischen Ursprung der Sage hin zum modernen und gegenwärtigen Polit- und Gesellschaftsdrama“, sagten der Intendant Nico Hofmann und der Künstlerische Leiter Thomas Laue. „Festung Mensch - Der Vasall“ ist nach Angaben der Festspiele ein „Epos über Macht, Schuld, Liebe und das Verhängnis des Menschen, der unverbesserlich zerstört, was er zum Leben braucht“.

Erste Festspiele mit Mario Adorf und Maria Schrader

Mit der Gründung der Nibelungen-Festspiele 2002 wollte die Stadt Worms nach den Worten des damaligen Kulturdezernenten Gunter Heiland das Image einer „grauen Stadt“ aufbrechen und sich farbenfroh und lebendig darstellen. Als historisch zentraler Ort des Nibelungenlieds wolle sich Worms aber nicht in mittelalterlicher Nostalgie ergehen. Die erste Festspiel-Aufführung präsentierte Moritz Rinkes Theaterstück „Die Nibelungen“ in der Inszenierung von Dieter Wedel. Mario Adorf als Hagen von Tronje und Maria Schrader als Rächerin Kriemhild brachten die Themen des Nibelungenlieds von Macht, Habgier, Intrigen und Rache auf die Bühne.