UN-Hilfswerk bittet um Millionen Euro für Winterhilfe

UN-Hilfswerk bittet um Millionen Euro für Winterhilfe
Der aufziehende Winter macht Millionen Menschen auf der Flucht zu schaffen. Die Betroffenen in der Ukraine, Syrien, dem Libanon und Afghanistan benötigten feste Unterkünfte, warme Kleidung und Brennstoffe, fordert das Flüchtlingshilfswerk UNHCR.

Genf (epd). Mindestens neun Millionen Menschen auf der Flucht brauchen laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen dringend Hilfe angesichts des anstehenden Winters. Die betroffenen Menschen in der Ukraine, Syrien, dem Libanon und Afghanistan benötigten feste Unterkünfte, warme Kleidung, Brennstoffe und andere humanitäre Güter, erklärte UNHCR-Direktorin Dominique Hyde am Freitag in Genf.

Das UN-Hilfswerk wolle für die kalten Monate bei staatlichen und privaten Gebern mindestens 50 Millionen US-Dollar (knapp 45 Millionen Euro) einsammeln, um die Winterhilfe zu finanzieren. Die Kürzungen bei der internationalen humanitären Hilfe durch Regierungen sowie die steigenden Energiepreise hätten die Situation der bedürftigen Menschen verschlechtert.

Fünfter Kriegswinter in der Ukraine

In der Ukraine stehe der fünfte Kriegswinter vor der Tür sein. Die Temperaturen könnten auf minus 20 Grad Celsius fallen, während Russland die Angriffe auf Zivilisten und humanitäre Helfer verstärke. Stromausfälle bereiteten der vom Krieg gebeutelten Bevölkerung, darunter rund vier Millionen Binnenvertriebene, zusätzliches Leid.

Der Winterplan des UNHCR für die Ukraine sieht demnach Bargeldhilfen für rund 310.000 Menschen und besser isolierte Wohnungen für 80.000 vor. Eine Erhebung des UNHCR habe ergeben, dass 75 Prozent der Menschen, die zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 aus der Ukraine geflüchtet waren, einen Mangel an Strom, Wasser oder Heizung als Grund angaben.