Berlin (epd). Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (1921-2025) soll mit einem Gedenkstein auf ihrem Grab in Berlin-Pankow geehrt werden. Der von einem Schüler der Max-von-Laue-Oberschule gestaltete Stein sei etwa handtellergroß und trage ein Porträt Friedländers, teilte die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit am Montag in Berlin mit.
Eine Kopie davon werde am 5. November feierlich von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und dem Vorstand der Gesellschaft auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee niedergelegt. Das Original werde in einer Vitrine im Ausstellungsbereich in der Synagoge Pestalozzistraße zu sehen sein, hieß es.
Für religiösen Dialog
Friedländer engagierte sich als Zeitzeugin für die Aufarbeitung der NS-Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog die Holocaust-Überlebende mit ihrem Mann zunächst nach New York. Im Alter von 88 Jahren kehrte sie jedoch 2010 zurück nach Berlin und besuchte bis zu ihrem Tod unzählige Schulen. 2011 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin wurde nach eigenen Angaben am 24. November 1949 gegründet. Sie setzt sich für das Verständnis, die Zusammenarbeit und den religiösen Dialog zwischen Juden und Christen ein.




