Hamburg (epd). Weniger Deutsche wollen laut einer aktuellen Umfrage die Zeitumstellung abschaffen. Dennoch sprechen sich in diesem Jahr 71 Prozent der Bevölkerung für eine Abschaffung aus - fünf Prozentpunkte weniger als 2025, teilte die DAK-Gesundheit am Dienstag in Hamburg mit. Das sei der niedrigste Wert seit 2015.
Besonders stark falle der Rückgang in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen aus. Die Zustimmung zur Abschaffung fiel innerhalb eines Jahres von 66 auf 50 Prozent. Ihren Höhepunkt habe die Zustimmung zur Abschaffung der Zeitumstellung 2018 erreicht: 80 Prozent der Deutschen befürworteten sie.
Müdigkeit und Schlafprobleme
Ein Drittel der aktuell Befragten berichtet von Gesundheitsproblemen aufgrund der halbjährlichen Umstellung der Uhr. Betroffene benennen vor allem Müdigkeit (80 Prozent) und Schlafprobleme (63 Prozent) als Folgen. Jede fünfte betroffene Person bringt zudem depressive Verstimmungen mit der Zeitumstellung in Verbindung. Frauen berichten mit 36 Prozent insgesamt häufiger von Beschwerden als Männer mit 22 Prozent.
Im Auftrag der DAK-Gesundheit hatte das Forsa-Institut vom 28. bis 30. September 2026 bundesweit 1.009 Personen befragt. Die Angaben zu einzelnen Beschwerden beziehen sich auf Befragte, die schon einmal Probleme mit der Zeitumstellung hatten.




