Köln (epd). Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag an den Eingangsbereichen des Kölner NS-Dokumentationszentrums eine stark übelriechenden Flüssigkeit vergossen. Mitarbeiter der städtischen Einrichtung informierten die Polizei am Morgen wegen einer extremen Geruchsbelästigung, wie die Pressestelle der Polizei mitteilte. An allen drei Zugängen des Gebäudes befanden sich demnach Reste einer „augenscheinlich gezielt aufgebrachten Flüssigkeit“.
Die Einrichtung muss für die Reinigungsarbeiten bis einschließlich kommenden Montag geschlossen bleiben, wie die Stadtverwaltung bekannt gab. Die Kommune erstattete Anzeige. Der Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung und sucht Zeugen.
Landtags-Vizepräsidentin: „Abscheulich“
Als „abscheulich“ bewertete die Kölner Grünen-Landtagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Landtags, Berivan Aymaz, die Tat. „Wer einen Ort der Erinnerung und der historischen Aufarbeitung attackiert, greift die Grundlagen unserer demokratischen Ordnung an. Ich verurteile diese Tat aufs Schärfste.“




