Berlin (epd). Kinder sollen ab dem kommenden Jahr zehn Euro im Monat vom Staat für ihre Altersvorsorge bekommen. Der Bundestag stimmte am Freitag mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD der Frühstartrente zu. Das Geld vom Staat soll in ein Vorsorgedepot fließen, das die Eltern für das Kind eröffnen und in das sie zusätzlich selbst einzahlen können. Gibt es kein individuelles Depot, legt der Staat die Summe kollektiv an.
Die Frühstartrente soll zum Jahreswechsel in Kraft treten. Profitieren sollen Kinder ab dem sechsten Geburtstag. Los geht es dem Bundestagsbeschluss zufolge mit dem Jahrgang 2020, das Geld soll rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 ausgezahlt werden. Jedes Jahr kommt dann ein weiterer Jahrgang hinzu, 2027 also der Geburtsjahrgang 2021.
Kostendeckel von einem Prozent
Für die Geldanlage können die Eltern sogenannte Standarddepots nutzen, für die ein Kostendeckel gilt. Wird zunächst die staatliche Auffanglösung genutzt, können die Mittel von dort auch später noch in ein individuelles Depot übertragen werden. Die staatlichen Zahlungen enden in jedem Fall, wenn das Kind 18 Jahre alt wird.
Danach kann das Depot dem Konzept zufolge weiter für die Altersvorsorge genutzt werden. Auszahlungen sind frühestens ab dem 65. Geburtstag möglich und steuerpflichtig. Die Frühstartrente kostet den Staat jedes Jahr mehrere hundert Millionen Euro.
Die Oppositionsfraktionen von Grünen und Linken stimmten gegen die Frühstartrente, die AfD enthielt sich. Damit sie starten kann, ist noch die Zustimmung des Bundesrats erforderlich.




