Klöckner rügt Respektlosigkeit gegen Frauen aus Reihen der AfD

Klöckner rügt Respektlosigkeit gegen Frauen aus Reihen der AfD
Für einen sexistischen Zwischenruf soll ein AfD-Abgeordneter ein Ordnungsgeld zahlen. Bundestagspräsidentin Klöckner rüffelt das Verhalten öffentlich. Respektlosigkeit und Übergriffigkeit gegen Frauen lasse sie sich nicht bieten, sagt sie.

Berlin (epd). Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat die AfD wegen respektloser Äußerungen gegenüber Frauen im Parlament deutlich ermahnt. „Diese Übergriffigkeit und Respektlosigkeit lassen wir hier als Präsidium nicht gelten“, sagte Klöckner in der Plenarsitzung des Bundestags am Freitag in Berlin. Anlass war ein Einspruch des AfD-Abgeordneten Martin Reichardt gegen ein Ordnungsgeld.

Er hatte Klöckner zufolge am Donnerstag während einer Debatte zugerufen: „Sie mit Ihrer Unkenntnis über Ihre eigene Klitoris.“ Aus den Reihen der AfD reihe sich das ein „in Vorwürfe an Frauen hier im Parlament, dass sie kinderlos seien“. „Wir sind im Jahr 2026. Frauen und Männer sind gleichberechtigt“, sagte Klöckner.

Nur 32 Prozent Frauen im Bundestag

Die Bundestagspräsidentin verwies darauf, dass nur 32 Prozent der Abgeordneten im Bundestag Frauen sind. „Wenn wir das ändern wollen - und ich gehe davon aus, das wollen alle auch ändern -, dann müssen wir uns auch so verhalten, dass Frauen Lust auf diesen Beruf hier haben“, sagte sie.