Berlin (epd). Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung soll im kommenden Jahr weiterhin bei 2,9 Prozent liegen. Der zuständige Schätzerkreis geht davon aus, dass dies zur Deckung des Finanzbedarfs der Kassen nötig ist, wie das Bundesamt für Soziale Sicherung am Mittwochabend mitteilte. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen den Zusatzbeitrag ebenso wie den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent jeweils zur Hälfte.
Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird auf Grundlage der Schätzerkreis-Empfehlung vom Bundesgesundheitsministerium festgelegt und ist eine reine Rechengröße. Die Kassen bestimmen ihren Zusatzbeitrag eigenständig und können ihn im Jahresverlauf auch erhöhen, wenn sie dies für notwendig halten, um ihre Ausgaben zu finanzieren.
Schnitt von 3,13 Prozent in diesem Jahr erwartet
Für das laufende Jahr liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag auf dem Papier bei 2,9 Prozent. Der reale Wert war aber bereits zu Jahresbeginn höher. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) geht davon aus, dass der Zusatzbeitrag im Jahresdurchschnitt 2026 bei 3,13 Prozent liegen wird.
Der Schätzerkreis rechnet den Angaben vom Mittwoch zufolge für 2027 mit Gesamteinnahmen des Gesundheitsfonds von 320,7 Milliarden Euro. Die Ausgaben der Kassen liegen mit voraussichtlich 378,1 Milliarden Euro deutlich höher - die Lücke soll der Zusatzbeitrag schließen. Im Schätzerkreis sind das Bundesgesundheitsministerium, das Bundesamt für Soziale Sicherung und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) vertreten.




