Rom (epd). Die Ärzte von Papst Leo XIV. sind mit dem Verlauf des ersten Tages nach der Lungen-Operation zufrieden. Die Werte der Blutuntersuchung und der Röntgenaufnahmen lägen „im Normbereich für die Art des durchgeführten Eingriffs“, schreiben sie in einem medizinischen Bulletin, das der Vatikan am Mittwochnachmittag veröffentlicht hat. Dem Papst war am Dienstag im Gemelli-Krankenhaus in Rom ein bösartiger Tumor aus der Lunge entfernt worden.
Am Mittwoch habe der Heilige Vater die Atemphysiotherapie absolviert und begonnen, im Zimmer umherzugehen, teilten die behandelnden Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora weiter mit: „Er hat seine normale Ernährung wieder aufgenommen und sowohl gefrühstückt als auch zu Mittag gegessen.“
Dem 71-jährigen Oberhaupt der katholischen Kirche wurde während der Operation am Dienstagnachmittag der untere Lappen der rechten Lunge entfernt. Das hatten die Ärzte am späten Dienstagabend mitgeteilt. Die sofort durchgeführte Untersuchung des entnommenen Gewebes habe die Diagnose eines Lungenadenokarzinoms bestätigt, eine Form des Lungenkrebses.
Eine Woche Erholung
Im Vatikan rechnet man mit etwa einer Woche Erholung für den Papst im Gemelli-Krankenhaus. Bereits am Montag waren alle Termine des Papstes bis zum 20. Oktober abgesagt worden. Über die anstehende Südamerika-Reise des Papstes machte der Vatikan bislang keine Angaben.
Vom 6. bis zum 17. November will Leo XIV. Uruguay, Argentinien und seine alte Heimat Peru besuchen. Robert Francis Prevost, wie der Papst gebürtig heißt, lebte mehr als 20 Jahre in Peru, wo er unter anderem als Missionar und später als Bischof von Chiclayo tätig war.
Papst Leo hatte am Sonntag selbst während des Angelusgebets erklärt, dass er in dieser Woche an der Lunge operiert werden müsse. Die Operation wurde vom medizinischen Team der Thoraxchirurgie des Gemelli-Krankenhauses unter der Leitung von Stefano Margaritora vorgenommen.




