Wiesbaden (epd). Der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (aeu) feiert sein 60-jähriges Bestehen. Das Netzwerk protestantischer Unternehmer, Manager und Führungskräfte wurde 1966 in Frankfurt am Main gegründet, um innerhalb der Kirche Verständnis für unternehmerische Entscheidungen zu wecken. Zur Jubiläumsfeier am Freitag in Wiesbaden werden die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, und der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, erwartet.
Unter dem Gründungsvorsitzenden Walter Bauer, einem Textilunternehmer, hatten sich am 9. März 1966 zunächst 20 Unternehmer aus Frankfurt zum aeu zusammengeschlossen. In seinen Anfangsjahren verstand sich der Arbeitskreis vor allem als Gegengewicht zu etablierten gewerkschaftsnahen Arbeitnehmergruppen in der Kirche sowie zur kirchlichen Industrie- und Sozialarbeit.
Mitwirkung an kirchlichen Äußerungen
Der Arbeitskreis steht inzwischen auch leitenden Angestellten aus der Wirtschaft und Selbstständigen wie Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern offen, aber auch Ökonomie-Professoren und Leitern großer diakonischer Einrichtungen. Zu seinen Aufgaben gehören die Mitwirkung an Äußerungen der evangelischen Kirche wie der Unternehmer-Denkschrift von 2008, die Organisation von fachlichem Austausch und Angebote zur Glaubensvergewisserung für die mehr als 500 Mitglieder in 14 Regionalgruppen.




