Deutsch-Israelische Gesellschaft feiert 60-jähriges Bestehen

Deutsch-Israelische Gesellschaft feiert 60-jähriges Bestehen
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft zählt 60 Jahre nach ihrer Gründung mehr als 10.000 Mitglieder. Präsident Volker Beck beklagt dennoch, dass sich weniger Menschen aus historischer Motivation für die Belange Israels einsetzten.

Berlin (epd). Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Volker Beck, hat anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Vereins für einen stärkeren Austausch mit der Gesellschaft in Israel geworben. Es würden sich nicht mehr so viele Menschen wie früher aus historischer Motivation heraus für den Staat Israel einsetzen, sagte Beck am Montag in Berlin. Die DIG begeht ihr Jubiläum am Dienstag mit einer Konferenz im Roten Rathaus.

Dort soll abends ein feierlicher Empfang stattfinden. Unter anderem seien Grußworte vor Ort und per Video von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner, Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (alle CDU) geplant.

Beck zufolge hat die Gesellschaft derzeit mehr als 10.000 Mitglieder und in den vergangenen Jahren einen Zuwachs erlebt. Im Jahr 2022 waren demnach rund 6.000 Mitglieder gezählt worden.

DIG versteht sich als überparteilich

Die DIG versteht sich Beck zufolge als überparteilich. Hinsichtlich der anstehenden Knesset-Wahlen in Israel Ende Oktober sagte Beck, eine andere Regierung würde die „Arbeit sicher einfacher machen“. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu steht in der Kritik. Beck sagte, wichtig seien die Diskussion um Netanjahus Justizreform und die „konsequente Ahndung von Siedlergewalt“.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft wurde am 21. März 1966 gegründet. Knapp ein Jahr zuvor und rund 20 Jahre nach dem Holocaust hatte die Bundesrepublik Deutschland offiziell diplomatische Beziehungen zu Israel aufgenommen.