Frankfurt a.M. (epd). Das Jugendwort des Jahres heißt „Ragebait“ (deutsch „Wut-Köder“). Der Begriff stehe für Inhalte, die in Sozialen Medien absichtlich Zorn oder Empörung auslösen sollen, erklärte der Langenscheidt-Verlag am Samstag auf der Buchmesse in Frankfurt am Main. Häufig handele es sich dabei um Falschmeldungen oder abstruse Meinungen, die Aufmerksamkeit und damit eine hohe Reichweite erzielen sollten.
„Tagesschau“-Sprecherin Susanne Daubner, deren Jugendwort-Verkündungen in den Sozialen Medien Kultstatus genießen, meldete sich umgehend mit einem Video, in dem sie zunächst typische „Ragebait“-Beispiele zum Besten gab, etwa: „Wer immer noch Skinny Jeans trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“, „Jugendwörter sind übrigens völliger Quatsch. Niemand redet so!“ oder „Timmy hätte gerettet werden können.“ Schließlich verkündet sie aus dem Studio der Nachrichtensendung: „Ach so, das Jugendwort 2026. Ragebait. Was auch immer das heißen soll.“
„Peak“ und „Crashout“ auf den Plätzen
Bei der Wahl zum Jugendwort lag „Peak“ (33,8 Prozent), zu deutsch „Gipfel“ nur knapp hinter „Ragebait“ (36,5 Prozent). „Peak“ weise auf das „Beste vom Besten“ hin, hieß es. Platz drei belegt in der Jugendsprache laut Langenscheidt-Verlag der Begriff „Crashout“ (Absturz) mit 29,7 Prozent. Er beschreibe eine Person, die völlig die Fassung verliere. „Das knappe Ergebnis zeigt, dass alle drei Begriffe einen festen Platz im Vokabular der Generationen Z und Alpha haben“, sagte Artur Raiser, Marketing Manager der PONS Langenscheidt GmbH.
Die Wahl des Jugendwortes des Jahres gibt es seit 2008. Stimmberechtigt waren junge Menschen zwischen 11 und 20 Jahren. Im vergangenen Jahr gewann „das crazy“, eine Alternative zu „okay“.




