Drohungen gegen Geschäftsinhaber wegen Plakaten gegen Judenhass

Drohungen gegen Geschäftsinhaber wegen Plakaten gegen Judenhass

Berlin (epd). Ein Geschäftsinhaber in Berlin-Kreuzberg ist in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben wegen seines Engagements gegen Judenhass mehrfach von Jugendlichen beleidigt und angegriffen worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, alarmierte der im Rollstuhl sitzende Inhaber des „Gemischtwarenladens mit Revolutionsbedarf“ in der Falckensteinstraße deshalb am Freitagabend die Beamten.

Der 67-Jährige gab der Polizei zufolge an, dass er seit Anfang Oktober Aushänge gegen Judenhass im Zusammenhang mit dem Angriff der Terrororganisation Hamas gegen Israel am 7. Oktober 2023 in den Schaufenstern aufgehängt habe. Am Mittwoch seien etwa sechs Jugendliche im Geschäft erschienen, hätten ihn beleidigt und mit Pfefferspray besprüht. Dies habe sich am Donnerstag zweimal wiederholt. Dabei soll er auch geschlagen worden sein.

Zeugen teilten mit, dass sie am Freitagabend bis zu acht Jugendliche beobachtet hätten, die auf E-Scootern zum Geschäft fuhren und dort mit Füßen und Fäusten gegen die Eingangstür schlugen und traten. Die Tür wurde dabei beschädigt, die Tatverdächtigen flüchteten. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung.