Genf (epd). Angesichts des nahenden Winters fordern die Vereinten Nationen von Israel die Aufhebung von Einfuhrbeschränkungen für humanitäre Hilfe in den Gaza-Streifen. Rund 8.600 Ausrüstungen für Notunterkünfte seien zur Auslieferung in das palästinensische Gebiet bereit, erklärte die Internationale Organisation für Migration der UN am Freitag in Genf.
Israel weise die Transporte an den Grenzübergängen in den weitgehend zerstörten Gaza-Streifen jedoch zurück, beklagte die IOM. „Familien, die bereits wiederholte Vertreibungen und verheerende Verluste erdulden mussten, müssen den Winter in Sicherheit und Würde überstehen können“, sagte Generaldirektorin Amy Pope.
Kein Schutz vor Regen und Kälte
Knapp zwei Millionen Menschen hätten keinen ausreichenden Schutz vor Regen, Überschwemmungen und Kälte. Die IOM forderte die unverzügliche Lieferung von Zelten, Notunterkünften, Werkzeugen, Spezialausrüstung, Treibstoff, Ersatzteilen und Baumaterialien. Häuser und Unterkünfte müssten repariert und winterfest gemacht werden. Zudem müssten Trümmer beseitigt werden.
Vor drei Jahren hatte die Terrorgruppe Hamas aus dem Gaza-Streifen heraus Israel überfallen. Israel reagierte mit einer massiven Militärkampagne. Seit einem Jahr herrscht eine äußerst brüchige Waffenruhe. Nach Angaben von UN-Organisationen haben israelische Angriffe mehr als 70.000 Menschen, das Leben gekostet. Ein Großteil des Gebiets liegt in Trümmern.




