Evangelischer Antisemitismusbeauftragter geht in den Ruhestand

Evangelischer Antisemitismusbeauftragter geht in den Ruhestand

Berlin (epd). Der Antisemitismusbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Christian Staffa, geht zum Jahresende in den Ruhestand. Die Beauftragung für das Amt bleibe jedoch bis zu dessen Neubesetzung bestehen, sagte die Direktorin der Evangelischen Akademie zu Berlin, Friederike Krippner, am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Über die Nachfolge sei noch nicht entschieden.

Die Evangelische Akademie zu Berlin hatte bereits für Donnerstagabend vorab zu einer Verabschiedungsfeier für ihren Studienleiter Staffa eingeladen. Der 66-jährige Theologe ist dort seit 2013 und noch bis zum Jahresende Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche. Seine Aufgabe in der Akademie übernehme nach seinem Ruhestand ab Januar als Studienleiterin die 40-jährige Theologin Marie Hecke.

Antisemitismusbeauftragter seit 2019

Christian Staffa hat nach Theologiestudium und Vikariat unter anderem für die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt und die Evangelische Akademie zu Berlin gearbeitet. 1998 promovierte er zur Böhmischen Reformation. Von 1999 bis 2012 war er Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Der Verein engagiert sich in Projekten und Freiwilligenarbeit für die Aussöhnung mit NS-Verfolgten. Seit 2019 ist Staffa zusätzlich zur Studienleitung an der Akademie auch Antisemitismusbeauftragter der EKD.