Berlin, New York (epd). Der von den USA abgesetzte und inhaftierte Ex-Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, soll Medienberichten zufolge wegen der Folterung von US-Bürgern angeklagt werden. Auch Maduros Ehefrau Cilia Flores sieht sich mit den Vorwürfen konfrontiert, wie der US-Sender CNN am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf mit dem Gerichtsverfahren gegen das Paar vertraute Personen berichtete.
Maduro und Flores wurden im Januar in einer Militäroperation der USA in Venezuela gefangen genommen und in die USA gebracht. Seither sind sie in New York inhaftiert, bislang wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“. Während der Präsidentschaft Maduros von 2014 bis 2025 wurden mehrere Dutzend US-Bürger in Venezuela festgehalten. Sie berichteten laut CNN von Folter und menschenunwürdigen Haftbedingungen. Die USA machen unter anderem Maduro und Flores für die Maßnahmen verantwortlich.
Vehandlung über Lockerung von Haftbedingungen
Die neuen Anklagepunkte gegen Maduro und Flores sollen laut dem US-Sender am heutigen Donnerstag während einer Anhörung vor Gericht präsentiert werden, bei dem auch über eine mögliche Lockerung der Haftbedingungen verhandelt wird.
In Venezuela regiert seit Januar die ehemalige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez unter Schirmherrschaft der USA, was den USA den Zugang zu den reichten Ölvorkommen Venezuelas sichert. Die neue Regierung und US-Präsident Donald Trump haben mehrmals eine politische Öffnung des Landes angekündigt. Baldige Neuwahlen wurden allerdings bislang ausgeschlossen. Die Menschenrechtslage bleibt laut den Vereinten Nationen schlecht, es herrscht weiter Repression gegen die Opposition.




