Berlin (epd). Beschäftigte fallen laut Daten der AOK in viel größerem Maße wegen psychischer Erkrankungen aus als noch vor zehn Jahren. Die Statistik für 2025 weise 403 Krankschreibungstage aufgrund psychischer Krankheiten pro 100 AOK-Versicherten aus, teilte die Krankenkasse am Donnerstag mit. 2016 seien es noch 248 Ausfalltage gewesen.
Zwar seien Krankschreibungen wegen anderer gesundheitlicher Probleme, insbesondere wegen Atemwegserkrankungen, viel häufiger als solche mit psychischer Ursache, erklärte die AOK. Jedoch fielen Beschäftigte mit einer psychischen Erkrankung besonders lange aus. Im Durchschnitt seien sie im vergangenen Jahr 28,5 Tage krankgeschrieben worden, während der Ausfall bei Atemwegserkrankung durchschnittlich 5,7 Tage gedauert habe. Die Daten wurden vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) analysiert und für den „Fehlzeiten-Report“ der AOK aufbereitet.
Etwas weniger Arbeitsunfähigkeitstage
Insgesamt seien die Fehlzeiten der Beschäftigten zuletzt leicht zurückgegangen, teilte die Krankenkasse weiter mit. 2025 seien 23,3 Arbeitsunfähigkeitstage pro AOK-Mitglied registriert worden. 2024 waren es 23,9 Tage, ebenso wie 2023. Der bisherige Spitzenwert wurde den Angaben zufolge im Corona-Jahr 2022 mit 24,5 Krankheitstagen erreicht.




