Genf, Aden (epd). Im Jemen sind laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 200.000 Menschen vor den neuesten Kämpfen zwischen der Huthi-Miliz und der Regierung geflüchtet. Die Zahl der Vertriebenen steige täglich, ebenso wie der humanitäre Bedarf, erklärte die IOM am Mittwoch in Genf.
Das Tempo, mit dem sich die Krise ausbreite, sei alarmierend. Mitte September hatte die Organisation noch 76.000 Vertriebene gezählt, Ende des Monats waren es schon mehr als 145.000. „Die Menschen fliehen um ihr Leben und finden keinen sicheren Ort, an den sie gehen können“, sagte IOM-Generaldirektorin Amy Pope.
Miliz von Iran unterstützt
Die Huthi-Miliz, die vom Iran Unterstützung erhält, konnte nach Medienberichten in jüngster Zeit in Jemens Küstenregion vorrücken und die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge von Bab al-Mandab erringen, die den Indischen Ozean mit dem Roten Meer verbindet. Die jemenitische Regierung bezieht in dem jahrelangen Konflikt Hilfe von einer Koalition, an deren Spitze Saudi-Arabien steht.
Die IOM sitzt in Genf und gehört zum UN-System.




