Genf (epd). Die Internationale Organisation für Migration der UN (IOM) hat einen besseren Schutz für in Europa ankommende unbegleitete Kinder gefordert. Rund 20.800 der 31.100 Kinder, die 2025 in Europa angekommen seien, hätten keine Begleitung durch Eltern oder andere gehabt, erklärte die IOM am Mittwoch in Genf.
Der Anteil der als unbegleitet registrierten Kinder sei 2025 auf 67 Prozent gestiegen, gegenüber 51 Prozent im Vorjahr. Die jungen Migrantinnen und Migranten könnten leicht von Schleusern und kriminellen Netzwerken ausgebeutet oder missbraucht werden.
Gefährliche und teure Seereise
Insgesamt sank laut IOM die Zahl der auf dem See- und Landweg in Bulgarien, Zypern, Griechenland, Italien, Malta und Spanien angekommenen Kinder im Vergleich zu 2024 um 25 Prozent. Von den angekommenen Kindern waren 78 Prozent Jungen und 22 Prozent Mädchen.
Viele Migranten nehmen die gefährliche und zuweilen kostspielige Reise über das Mittelmeer in Kauf, um nach Europa zu gelangen. Sie wollen Armut und Gewalt in ihren Heimatländern in Afrika, dem Nahen Osten und Asien entkommen.




