Klöckner: Antisemitismus in die Schranken weisen

Klöckner: Antisemitismus in die Schranken weisen

Berlin (epd). Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat zum dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel dazu aufgerufen, Judenhass entgegenzutreten. „Wir sagen und hören es oft: Antisemitismus darf keinen Platz haben - auf unseren Straßen ebenso wenig wie in unseren politischen Debatten“, sagte Klöckner am Mittwoch im Bundestag. Aber leider sehe die Realität oft erschreckend anders aus.

Ob rechtsextrem, linksextrem oder islamistisch begründet: Extremisten wollten, dass die Gesellschaft sich an die Stigmatisierung von Juden gewöhne, sagte Klöckner. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland tue das zwar nicht, sie sei aber nicht immer laut und klar genug. „Deshalb liegt es an uns, Antisemiten in die Schranken zu weisen - jeder und jede im eigenen Alltag, vor der Haustür, am Arbeitsplatz, in der Freizeit.“

Größter Massenmord an Juden seit dem Holocaust

Beim Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 waren rund 1.200 Menschen in Israel getötet und 250 in den Gaza-Streifen verschleppt worden. Die Attacke gilt als der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust. Der Angriff führte zum Krieg zwischen Israel und der Hamas. In der Folge der Eskalation im Nahen Osten nahmen weltweit die antisemitischen Straftaten zu.