Washington (epd). Die zum Tod verurteilte Christa Pike ist eine Woche nach ihrer gescheiterten Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee Medienberichten zufolge wieder bei Bewusstsein. Die Regionalzeitung „The Tennessean“ und andere Medien berichteten am Dienstag (Ortszeit) über eine entsprechende Erklärung ihrer Anwälte. Pike spreche auch wieder.
Die Frau, die 1995 im Alter von 18 Jahren eine Kollegin brutal getötet hatte, sollte am 30. September hingerichtet werden. Das todbringende Mittel Pentobarbital wirkte aber nicht wie erwartet. Pike atmete weiter. Schließlich wurde die Hinrichtung gestoppt, die 50-Jährige kam in ein Krankenhaus.
Die Anwälte erklärten anfangs, Pike sei in einem kritischen Zustand. Sie werde künstlich beatmet und lebenserhaltend betreut. Pike sollte als erste Frau seit mehr als 200 Jahren in Tennessee hingerichtet werden.
Zunächst keine Hinrichtungen mehr in Tennessee
Der Gouverneur von Tennessee, der Republikaner Bill Lee, setzte nach der gescheiterten Hinrichtung eine Untersuchungskommission ein. Im laufenden Jahr würden in dem Bundesstaat keine Hinrichtungen mehr vorgenommen. Pikes Anwälte und Geistliche forderten, Lee müsse das Todesurteil aufheben.
Bereits im Mai 2026 war in Tennessee eine Hinrichtung abgebrochen worden, als die Justizbeamten bei dem Verurteilten keine passende Vene finden konnten. Die republikanische Kandidatin für das Gouverneursamt, Marsha Blackburn, forderte Anfang Oktober die Wiedereinführung des elektrischen Stuhls. Lees Amtszeit endet im Januar. Blackburn werden gute Chancen eingeräumt, seine Nachfolge anzutreten.




