Berlin (epd). Mit zahlreichen Veranstaltungen wird am Mittwoch in Berlin an den Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 erinnert. Neben dem Gedenken an die Opfer des Terrorangriffs sind mit Blick auf den Gaza-Krieg auch antiisraelische Versammlungen geplant. Am Nachmittag wird der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gemeinsam mit dem israelischen Botschafter Ron Prosor auf dem Bebelplatz zu einem Gedenken erwartet.
Am Abend steht ein interreligiöser Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche mit christlichen, jüdischen und islamischen Geistlichen auf dem Programm. Von 18.30 Uhr bis Mitternacht soll an diesem Tag die israelische Flagge auf das Brandenburger Tor projiziert werden.
Zahlreiche kleinere Kundgebungen geplant
In mehreren Stadtteilen, etwa in Charlottenburg, Friedrichshain und Neukölln, sind Mahnwachen und Solidaritätsveranstaltungen mit den Opfern angemeldet. Eine „antifaschistische Gedenkkundgebung“ steht unter dem Motto „Gegen antisemitische Kontinuitäten. Solidarität mit Jüdinnen und Juden und von Islamismus Betroffenen weltweit.“
Eine am Abend in Kreuzberg startende Demonstration gegen den Gaza-Krieg trägt das Motto „Down with Colonialism“. Die Polizei prüfte als Versammlungsbehörde am Dienstag noch ein mögliches Verbot.
Anfang Oktober 2023 überfiel die palästinensische Terrororganisation Hamas Israel. Die Islamisten töteten rund 1.200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 200 Geiseln. Der Angriff löste den Krieg zwischen Israel und der Hamas aus, dem im Gazastreifen Zehntausende Menschen zum Opfer fielen.




