Berlin (epd). Mit dem Modell einer dynamischen Familienarbeitszeit will die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie (eaf) Müttern mehr Erwerbs- und Vätern mehr Sorgearbeit ermöglichen. Der Präsident der eaf, Martin Bujard, sprach am Dienstag in Berlin von einem „Win-Win-Win-Modell für Familien, Wirtschaft und Gesellschaft“.
Der Vorschlag sieht einen Arbeitszeitkorridor für beide Eltern vor. Anspruchsberechtigt sind demnach Eltern, die zwischen dem ersten und dritten Geburtstag des jüngsten Kinds jeweils 25 bis 32 Stunden arbeiten, in den zwei Jahren danach je 29 bis 34 Stunden. Eine pauschale Geldleistung solle finanzielle Einbußen der Eltern teilweise ausgleichen. Diese Leistung solle in den ersten beiden Jahren 480 Euro pro Paar umfassen, in den zwei Jahren danach 240 Euro.
Kosten und Einsparungen
Dies könne laut eaf-Berechnungen einen Zuwachs an Erwerbsarbeit im Rahmen einer sechsstelligen Zahl an Vollzeitstellen ermöglichen. Das Modell würde rund 2,1 Milliarden Euro pro Jahr kosten, erklärte der Verband. Dem stünden Mehreinnahmen bei der Einkommensteuer und den Sozialversicherungen sowie Einsparungen etwa bei Wohngeld, Kinderzuschlag und Grundsicherung im Alter über viele Jahre hinweg gegenüber.




