Berlin (epd). In Berlin haben am Freitag mehrere tausend Menschen vor dem Brandenburger Tor gegen Krieg und eine mögliche Wehrpflicht protestiert. Bei der Veranstaltung unter dem Motto „Unzwingbar“ schwenkten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fahnen mit Friedenstauben und skandierten „Nie wieder Wehrpflicht“ oder „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft“. Die Polizei sprach am frühen Abend zunächst von etwa 2.000 Demonstrierenden. Zu den Veranstaltern der Demonstration zählen unter anderem Attac, die Deutsche Friedensgesellschaft und der Internationale Jugendverband.
Für die Kundgebung war ein Programm bis 21 Uhr mit Redebeiträgen etwa von Gewerkschaftern, Schülergruppen sowie der Greenpeace-Jugend angekündigt. Daneben sollte es Auftritte von Bands und Musikern geben, darunter K.I.Z und der Rapper Disarstar. In einem vorab verbreiteten Aufruf stellten sich die Organisationen etwa gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht und die Anwerbung Jugendlicher unter 18 Jahren für die Bundeswehr. Das Bündnis forderte zudem mehr Geld für Bildung, Gesundheit und Soziales statt für Aufrüstung.
Auch für Samstag Demonstrationen angekündigt
Für Samstag waren in Berlin weitere Demonstrationen gegen Militarisierung angekündigt, die laut den Organisatoren von rund 300 Organisationen und Initiativen unterstützt werden. Parallel war eine Demonstration in Stuttgart geplant.
Seit Januar erhalten 18-Jährige im Rahmen des neuen Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes einen Fragebogen zur Bereitschaft zum Wehrdienst. Werden vorgesehene Personalziele nicht erreicht, müsste der Bundestag über eine Bedarfswehrpflicht entscheiden.




