Erzbistum Köln verzeichnet Plus von 15,6 Millionen Euro

Erzbistum Köln verzeichnet Plus von 15,6 Millionen Euro
Erneutes Plus im Erzbistum Köln: Die zweitgrößte katholische Diözese hat das Jahr 2025 mit einem Überschuss von 15,6 Millionen Euro abgeschlossen. Um die Finanzen langfristig stabil zu halten, sind bis 2035 Einschnitte geplant.

Köln (epd). Das Erzbistum Köln hat das Jahr 2025 mit einem Plus von 15,6 Millionen Euro abgeschlossen. Der Überschuss sei im vergangenen Jahr erneut gestiegen, sagte der Ökonom des katholischen Erzbistums, Gordon Sobbeck, am Dienstag bei der Vorstellung des Finanzberichts in Köln. Neben den gestiegenen Kirchsteuereinnahmen sei der Überschuss im Wesentlichen auf einmalige Sondereffekte wie Bewertungen von Rückstellungen zurückzuführen. 2024 betrug der Überschuss 13,2 Millionen, 2023 fünf Millionen Euro, davor 30 Millionen Euro und 2021 noch 85 Millionen Euro. Die finanzielle Situation des Erzbistums sei „stabil und solide“, sagte der Ökonom.

Das Gesamtvermögen des Erzbistums ist laut Finanzbericht Ende 2025 auf 4,5 Milliarden Euro gewachsen. Das waren etwa 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erträge lagen insgesamt bei 983 Millionen Euro; weitere Erträge etwa aus Zinseinnahmen, Beteiligungen oder aus Wertpapiergeschäften - das sogenannte Finanzergebnis - lagen bei 70,6 Millionen Euro. Die Aufwendungen betrugen laut Bericht insgesamt knapp 1,04 Milliarden Euro. Mit 190 Millionen Euro fließt ein Großteil (26,4 Prozent) in die sogenannten Pastoralen Einheiten und umfasst alle Zuweisungen, die unmittelbar in die Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände fließen.

Die Kirchensteuern machten laut Bericht einen Anteil von 70 Prozent an den Finanzerträgen aus. Das „ist und bleibt die dominante Einnahmeart“, sagte Sobbeck. 2025 lagen diese Einnahmen bei 684,4 Millionen Euro. Das sei „ein erfreuliches Plus“ von insgesamt 2,7 Prozent. Im Vorjahr hatte das Erzbistum 666,1 Millionen Euro an Kirchensteuern eingenommen.

Jedes vierte Gebäude könnte aufgegeben werden

Auch für 2026 rechne er mit einem ähnlichen Ergebnis, sagte Sobbeck. Allerdings habe es seit 2019 auch eine Inflation von etwa 2,5 Prozent im Jahr und damit einen deutlichen Kaufkraftverlust gegeben. Bereits im vergangenen Jahr habe man begonnen, gegenzusteuern, um die Finanzen bis 2030 und im nächsten Schritt bis 2035 zu stabilisieren. Eine große Rolle spielten hier Gebäude und die Verwaltung, erklärte der Ökonom. Er gehe davon aus, dass das Erzbistum sich bis 2035 von etwa 25 Prozent seiner Gebäude trennen werde und die Verwaltungskosten um etwa 30 Prozent reduziert werden könnten.